Gärsubstrat statt Chemie beim BSV
- Von Leopold Colditz
- vor 7 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
ÖKOLOGISCHES EXPERIMENT AUF BSV-RASENPLATZ
Ein innovatives Projekt zur ökologischen Düngung des Brochterbecker Fußballplatzes nimmt Formen an. Auf einer Fläche von 8000 m² wird eine nachhaltige Methode zur Verbesserung der Bodenqualität und Förderung des Bodenlebens erprobt.

Die natürliche Düngung wird auf dem Rasenplatz beim BSV Brochterbeck getestet.(Bild: Leopold Colditz)
Das Projekt, initiiert von Benedikt Ahmann und Sebastian Schürmann, wird in enger Zusammenarbeit mit Marko Holtkemper und Jens Jostmeier durchgeführt, welche für den Transport des Gärsubstrat und Ausbringung verantwortlich sind.
Der Platz wird mit Gärsubstrat aus Mist und Gülle auf natürliche Weise gedüngt. Diese Düngemethode orientiert sich an einem erfolgreichen Vorbild aus Rheine, wo sie bereits seit zwei Jahren angewendet wird.
Ziel ist es, den Boden des Fußballplatzes zu stärken und gleichzeitig das Bodenleben zu fördern – eine nachhaltige Alternative zu chemischen Düngemitteln, die den Rasen auf natürliche Weise nährt.
,,Durch die direkte Bewässerung soll der Geruch minimiert werden."
Benedikt Ahmann
Ein zentrales Anliegen des Projekts sind Gerüche, die durch die Ausbringung von Gärsubstrat entstehen. Dies wird durch die direkte Bewässerung minimiert. Trotzdem wird in den kommenden Tagen kein Spiel auf dem Rasenplatz veranstaltet. Die Düngung ist also nur möglich, weil der Kunstrasenplatz als Ausweichfläche genutzt werden kann.
Das Projekt basiert auf einer erfolgreichen Praxis aus Rheine, wo diese Methode der ökologischen Düngung seit zwei Jahren auf Fußballplätzen angewendet wird. Die positiven Erfahrungen in Rheine, sowohl in Bezug auf die Bodenqualität als auch das verbesserte Wachstum des Rasens, dienen als Modell und zeigen, dass diese nachhaltige Methode auch in Brochterbeck erfolgreich umgesetzt werden kann. Sollte das Projekt auf dem BSV-Platz erfolgreich verlaufen, ist geplant, die Düngung im kommenden Jahr zu wiederholen.
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